Weitere Formen von Schwindel (Vertigo)

Neben dem gutartigen Lagerungsschwindel, auch benigner peripherer proxysmaler Lagerungsschwindel, kurz BPPV, genannt, gibt es noch weitere Formen von Schwindel. BPPV ist allerdings die häufigste Form des Schwindels – und recht harmlos, wie viele andere Ursachen auch. Die zweithäufigste Variante von Schwindel ist der phobische Schwankschwindel, der für Patienten zwar ebenfalls sehr unangenehm ist, jedoch gute Aussichten auf Heilung hat.

Die häufigsten Schwindelarten im Überblick

Junge Frau mit starken Kopfschmerzen,Migräne

  • benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel 18,3 %
  • phobischer Schwankschwindel 15,9 %
  • zentraler vestibulärer Schwindel 13,5 %
  • vestibuläre Migräne 9,6 %
  • periphere Vestibulpathie 7,9 %
  • Morbus Menière 7,8 %
  • bilaterale Vestibulopathie 3,6 %
  • psychogener Schwindel allgemein 3,6 %
  • Vestibularisparoxysmie 2,9 %
  • Perilymphifstel 0,4 %
  • unklarer Schwindel und andere 16,5 %

Die Prozentsätze der einzelnen Krankheiten beruhen auf die Häufigkeit der Ursachen von 4.790 Patienten eines Schwindelzentrums von 1989 bis 2003.

Unterscheidung der Schwindelformen

Tritt Schwindel – also eine unangenehme Störung der räumlichen Orientierung – auf, gilt es als erstes herauszufinden, welcher der Grund für den Schwindel ist. Der Schwindel berührt in der Medizin gleich mehrere Fachgebiete, Thema ist das unangenehme „Karussell-Fahren“, sowohl in der Neurologie als auch in der Hals-Nasen-Ohren Kunde. Um dem Arzt die Suche nach den Ursachen für das Drehen zu erleichtern, sollten Patienten ihre Beschwerden so genau wie möglich schildern. Oft kann es hilfreich sein, ein „Schwindel-Tagebuch“ zu führen und dort alle Informationen, wie z. B. mögliche Auslöser oder Begleitsymptome der Beschwerden, zu notieren.

Grundsätzlich zielt die klinische Untersuchung bzw. die Anamnese als erstes darauf ab zu unterscheiden, ob der Schwindel:

  • physiologisch (z. B. Höhenschwindel)
  • psychogen (z. B. phobischer Schwankschwindel)
  • oder organisch (vestibulär und nicht-vestibulär)

ist. Stellt sich heraus, dass dem Schwindel eine organische Erkrankung zugrunde liegt, muss in folgende zwei Gruppen unterschieden werden:

  • vestibulärer Schwindel (Formen, die z. B. mit Gleichgewichtsorgan, dem Innenohr oder dem Gehirn zusammenhängen)
  • nicht-vestibulärer Schwindel (visueller Schwindel, z. B. nach Augen-OP, zentral vaskulärer Schwindel).

Der vestibuläre Schwindel wird weiter unterteilt in „periphere vestibuläre Schwindelformen“ (auch BPPV) und in „zentrale vestibuläre Schwindelformen“. Bei Ersteren liegen die Ursachen für den Schwindel im Labyrinth und im N.vestibularis. Sind jedoch vestibuläre Bahnen und der vestibuläre Kortex lädiert, wird von einem „zentral vestibulären“ Schwindel gesprochen.

Periphere vestibuläre Schwindelformen

Der gutartige Lagerungsschwindel gehört zu den peripheren vestibulären Schwindelformen. „Peripher“ bezieht sich in diesem Fall auf den Ort, an dem der Schwindel entsteht:
Bei peripheren Schwindelformen entsteht der Schwindel im Gehör-Labyrinth (wie bei BPPV) der Fall oder im Gleichgewichtsnerv – also im Innenohr. Bei „zentralen“ Schwindelformen ist der Ort der Entstehung des Schwindels der Hirnstamm, das Kleinhirn oder – selten – der Cortex.
Der Begriff „vestibulär“ bezieht sich auf den vestibulären Sinn, den Gleichgewichtssinn. BPPB ist also eine periphere vestibuläre Schwindelform.

Weitere periphere vestibuläre Schwindelformen sind:

  • Neuropathia vestibularis – Akuter einseitiger partieller Vestibularisausfall
    Der akute Drehschwindel tritt häufig in Zusammenhang mit Erbrechen, Übelkeit und einem starken Krankheitsgefühl auf. Der Schwindel verstärkt sich bei Bewegung. Grund ist eine Schädigung des Gleichgewichtsnervs – vermutlich ausgelöst durch eine Viruserkrankung bzw. durch eine immunologische Störung.
  • Morbus Menière (häufig)
    Auslöser für die heftigen Drehschwindelattacken, die mit Morbus Menière einhergehen, sind Flüssigkeitsansammlungen im Innenohr. Typische Symptome für diese Schwindelform sind außerdem Fallneigung, Erbrechen und Übelkeit. Des Weiteren können Ohrdruck, Ohrgeräusche und Hörprobleme auftreten.
  • Vestibularisparoxysmie (selten)
    Symptome sind Dreh- oder Schwank-Schwindelattacken von wenigen Sekunden bis zu ein, zwei Minuten. Teilweise treten die Attacken in Abhängigkeit von der Lage des Kopfes oder einer tiefen, schnellen Atmung auf. Als Ursache wird eine Schädigung des Gleichgewichtsnervs, der vom Ohr zum Gehirn verläuft, angenommen.
  • Bilaterale Vestibulopathie (mittel)
    Kurze Unschärfe des Sehens beim Gehen, Gangunsicherheit, leichte Benommenheit; keine Symptome in Ruhe. Der Grund für die Beschwerden ist eine Schädigung des Regulationsmechanismus, der dazu dient, unsere Umgebung auch in Bewegung scharf wahrzunehmen. Oft stecken immunologische Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten (z. B. Antibiotika) dahinter.
  • Perilymphistel (sehr selten)
    Schwindelattacken treten beim Pressen, Husten oder bei Druckunterschieden (Flugzeug, Aufzug) auf. Mit der Erkrankung, die oft durch Verletzungen oder Stürze ausgelöst wird, können Hörstörungen einhergehen. Ursache ist die Bildung einer Fistel, einer normalerweise nicht vorhandenen Öffnung im Bereich der mit Flüssigkeit gefüllten Systeme im Ohr.

Zentrale vestibuläre Schwindelformen

Wie bereits erwähnt, sind bei zentralen vestibulären Schwindelformen nicht das Labyrinth im Ohr und die Gleichgewichtsnerven die Orte, an denen der Schwindel ausgelöst wird, sondern Hirnstamm, Kleinhirn oder Cortex. Die Schwindelattacken werden dabei meist von Durchblutungsstörungen des Gehirns ausgelöst. Oft treten zu den Attacken begleitend weitere Symptome auf, wie z. B. Sehstörungen, Koordinationsstörungen der Hände, Gangunsicherheit, Doppelbilder oder Sprachstörungen. Bei Durchblutungsstörungen entsteht der Schwindel in bestimmten Regionen des Hirnstamms. Eine mangelnde Durchblutung des Gehirns kann ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen, z. B. einen Schlaganfall. Die Ursachen der Durchblutungsstörung können sehr vielfältig sein – hier muss also in enger Abstimmung mit Kardiologen, Neurologen oder Gefäßspezialisten eine Therapie beschlossen werden, um Krankheiten zu heilen. Diese kann entweder operativ erfolgen oder aber über Medikamente, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.

Psychogener Schwindel

Zu den häufigsten Formen des psychogenen Schwindels, also psychosomatischer Formen, gehört:

  • Der phobische Schwank-Schwindel (sehr häufig)
    Beim phobischen Schwankschwindel tritt eine Gehunsicherheit auf, die wenige Minuten, aber auch mehrere Stunden anhalten kann. Attackenartige Angst vor dem Fallen, Benommenheit, kurz andauerndes Schwankgefühl – ohne erkennbares Schwanken – sind Symptome dieser Schwindelform. Oft treten Attacken in bestimmten Situationen auf, die auch andere Paniksymptome auslösen können, z. B. in großen Menschenansammlungen, auf Brücken oder Bergen etc. Infolgedessen werden alltägliche Situationen oft gemieden. Die Attacken werden oft von Herzrasen, Schwitzen oder Zittern begleitet – z. T. führt der Schwindel zu einer ausgeprägteren Angststörung. Diese Form kann sich bei sportlicher Betätigung oder aber beim Genuss kleinerer Mengen Alkohol bessern. Hier hilft eine Gesprächstherapie in Verbindung mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen.
  • Chronifizierte Formen von Dauerschwindel
    In rund 50 % der Fälle, in denen chronischer Schwindel auftritt, wird dieser durch psychogene Ursachen verursacht bzw. mitverursacht. Bei einem ungerichteten Schwindel, der monatelang auftritt, sollte deshalb geprüft werden, ob ein psychosomatischer Therapieansatz besteht.
  • Vestibuläre Migräne (kann, muss nicht psychogen sein)
    Die vestibuläre Migräne gehört zu den häufig auftretenden Schwindelformen und gilt als Sonderform der Migräne. Typische Symptome sind sowohl Schwank- als auch Drehschwindel oder aber auch Gangunsicherheit. Die Attacken können nur wenige Minuten, aber auch Stunden dauern. Typisch für diese Form des Schwindels ist, dass zusammen mit den Schwindelattacken auch andere Beschwerden auftreten, die auch bei einer „normalen“ Migräneattacke vorkommen können, z. B. Verschlechterung der Symptome bei Helligkeit, hoher Lautstärke; auch Kopfschmerzen, die dem Schwindel vorausgehen, sind ein Zeichen für vestibuläre Migräne. Die Ursachen sind, ähnlich wie bei der Migräne selbst, noch nicht geklärt. Mögliche Auslöser sind Störungen des Elektrolythaushalts der Nervenzellen in bestimmten Regionen des Gehirns, verbunden mit der gestörten Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn. Für die Behandlung kommt eine medikamentöse Therapie in Betracht.

Schwindel und Halswirbelsäule

Nicht immer sind das Labyrinth im Ohr, der Gleichgewichtsnerv oder das Gehirn schuld am Schwindel. Der „zervikogene“ Schwindel wird von der Halswirbelsäule verursacht und wird häufig dann diagnostiziert, wenn keine sonstige Ursache für den Schwindel gefunden wurde. Deshalb galt der zervikogene Schwindel lange als Verlegenheitsdiagnose – und noch immer werden Halswirbelsäulenbeschwerden als Auslöser von Schwindelattacken heftig diskutiert.
Der zervikogene Schwindel äußert sich auf alle Fälle als Gangunsicherheit oder als Schwankschwindel, der oft mit Nackenschmerzen verknüpft ist. Die Ursache ist möglicherweise eine Schädigung der Sinneszellen, die von den Muskeln und Sehnen der Halswirbelsäule Informationen zu den Gleichgewichtsorganen übermitteln. Aktuell gibt es keine Tests, die diese Diagnose stützen können – dadurch wird die Diagnose eines HWS-Schwindels deutlich erschwert. Das Thema Schwindel und Halswirbelsäule wird in der Wissenschaft aktuell heiß diskutiert.

Schwindel und Medikamente

Zahlreiche Medikamente können Auslöser von Schwindelattacken sein; eine medikamentöse Schädigung des Gleichgewichtsorgans kann z. B. von Antibiotika ausgelöst werden – jedoch auch durch Aspirin. Schädigungen des Gleichgewichtsorgans können ebenso von folgenden Medikamenten ausgelöst werden:

  • Antiepileptika
  • Antidepressiva
  • Medikamente gegen Bluthochdruck
  • Medikamente für die Schmerztherapie
  • „Ungünstige“ Kombination mehrerer Medikamente
  • Chemotherapie.

Treten nach oder während einer medikamentösen Therapie Schwindelattacken auf, sollte der behandelnde Arzt darüber informiert werden. Möglicherweise kann eine vorübergehende Medikamentenumstellung Linderung bringen und das Thema „Schwindel“ löst sich von selbst.

Schwindel und Immunerkrankungen

Auch zahlreiche immunologische Erkrankungen können Gleichgewicht und Gehör beeinträchtigen. Die genauen Schädigungsvorgänge sind allerdings nicht bekannt; auch kann eine Schädigung, die von einer immunologischen Erkrankung hervorgerufen wird, nur schwer von anderen Erkrankungen unterschieden werden. Erst wenn alle anderen möglichen Ursachen ausgeschlossen worden sind, kann von einem möglichen Zusammenhang ausgegangen werden. Leidet der Betroffene bereits an einer Immunerkrankung, kann evtl. eine Alternative zur bisherigen Therapie gefunden werden, sodass Schwindelattacken künftig ausbleiben. Patienten sollten den behandelnden Arzt auf jeden Fall über die Immunerkrankung informieren ( Datenschutz ).

Begleitsymptome von Schwindel, die schwerwiegendere Erkrankungen anzeigen können:

  • Verschwommener Blick
  • Hörverlust
  • Starke Kopfschmerzen
  • Sprachstörungen
  • Schwierigkeiten beim Gehen
  • Schmerzen in der Brust (Schlaganfall oder Herzinfarkt)

Wichtige Unterscheidungskriterien für die Anamnese

Wie oben beschrieben, kann Schwindel vielfältige Ursachen haben. Um eine treffende Anamnese stellen zu können, die Voraussetzung für eine Behandlung ist, sollten die Attacken genauestens beschrieben werden. Für Betroffene kann es hilfreich sein, wenn sie ein „Schwindel-Tagebuch“ schreiben und dem Arzt dadurch genau Auskunft über Form, Dauer, Begleitsymptome etc. des Schwindels geben können. Schwindel wird nicht als einheitliche Krankheit, sondern als Symptom einer Krankheit oder einer Störung betrachtet. Weil sich hinter dem unangenehmen Drehen äußerst viele Defekte oder Krankheiten verbergen können, die vom Fachgebiet der Neurologie bis hin zur Kardiologie reichen, ist eine gezielte Ursachenforschung so wichtig.

Folgende Parameter können helfen, der Ursache des Schwindels auf die Spur zu kommen:

? Formen, z. B. Drehschwindel und Schwankschwindel

Schwankschwindel äußert sich meist beim Gehen in einer plötzlich kommenden Gangunsicherheit. Betroffene haben oft das Gefühl zu fallen. Schwankschwindel kann auf psychische Ursachen bzw. auf einen psychogenen Auslöser hindeuten. Drehschwindel äußert sich meist in starken plötzlich auftretenden Schwindelgefühlen.

? Dauer, z. B. kurze Schwindelattacke oder Dauerschwindel

Schwindel kann in der Medizin auch dahingehend unterschieden werden, wie lange dieser anhält. Der anfallsartige Drehschwindel, der nur wenige Sekunden oder Minuten dauert, kann auf zentrale vestibuläre Schwindelformen hindeuten, aber auch auf vestibuläre Migräne oder Morbus Menière. Dauerhafter Dreh- oder Schwankschwindel kann tagelang anhalten, die Ursache kann z. B. Neuritis vestibularis, eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs sein.

? Auslöser, z. B. Lageänderung

Auch bestimmte Auslöser dienen dazu, die Ursache für die Attacken zu erkennen: Tritt der Schwindel dann auf, wenn die Lagerung des Kopfes verändert wird, kann die Ursache sein, der durch Kalzitsteine im Bogengang ausgelöst wird – wie z. B. bei BPPV.

? Begleitsymptome, z. B. Doppelbilder, Ataxie, Tinnitus

Begleitsymptome, wie z. B. Doppelbilder, können auf eine mangelnde Durchblutung des Gehirns und so auf ein Problem im Hirnstamm hinweisen. Kopfschmerzen, die vor dem Schwindelanfall auftreten, deuten auf eine vestibuläre Migräne hin. Auch durch Begleitsymptome kann also die Ursache des Schwindels eingegrenzt werden.

? Ort der Entstehung, z. B. peripher oder zentral

Ist einmal der Ort der Entstehung des Schwindels bekannt, ist die Diagnose nicht mehr weit. Der periphere vestibuläre Schwindel manifestiert sich im Labyrinth oder Gleichgewichtsnerv, während der zentrale vestibuläre Schwindel auf Komplikationen in Hirnstamm, Kleinhirn oder Cortex hindeutet.

Untersuchungsmethoden

Wie bereits erwähnt, geht es in einem ersten Schritt darum herauszufinden, ob die Drehattacken physiologische, psychogene oder organische Ursachen haben. Deutet alles auf organische Ursachen hin, muss festgestellt werden, ob der Schwindel durch eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans oder Gehörnervs verursacht wird (peripher) oder durch Erkrankungen im Gehirn (zentral). Dazu werden spezielle Untersuchungen der Augenbewegungen und des Gleichgewichtssystems durchgeführt, z. B. die Videooculographie. Je nachdem, welche Erkrankung vermutet wird, können folgende Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen:

? Videooculographie

Dieses Verfahren wird häufig durchgeführt. Es dient dazu, Störungen der Augenbewegungen, auch Nystagmen genannt, festzustellen. BPPV geht beispielsweise häufig mit sogenanntem „Augenzittern“ einher. Die Videooculographie, wo mit einer Infrarotkamera die Augenbewegungen gemessen werden, präzisiert die bereits neurologisch festgestellten Nystagmen.

? Lagerungsproben

Schwindel, der durch die Veränderung der Körperhaltung ausgelöst wird, kann durch Lagerungsproben erkannt werden. Bei diesen Körperübungen kann der Arzt erkennen, ob Nystagmen vorliegen.

? Elektronystagmographie

Durch die Ableitung der elektrischen Felder in den Augen können auch mit der Elektronystagmographie Augenbewegungen nachgewiesen werden.

? Akustisch evozierte Potenziale – AEP

Die Ohren werden über Kopfhörer mit einem akustischen Reiz beschallt; mithilfe von Elektroden wird aufgezeichnet, ob und wie die elektrischen Impulse über den Gehörnerv zum Gehirn weitergeleitet werden. Die gewonnenen Signale können Aufschluss über eine Störung der Erregungs-Leitung geben.

? Vestibulär evozierte myogene Potenziale – VEMP

Dieses Verfahren ähnelt dem vorher beschriebenen; die Ohren werden mit akustischen Reizen beschallt, Signale werden festgehalten und können eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans ergeben.

? Posturographie

Messung der Körperschwankungen in Ruhe und Bewegung sowie die Veränderung des Körperschwerpunktes. Die Posturographie ermöglicht Rückschlüsse auf die Art der Gleichgewichtsstörung.

? Kernspintomographie des Schädels

Gleichgewichtsnerven und Hirnstamm können mittels Kernspintomographie detailliert dargestellt werden. Auch bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung ist die Tomographie, ein inzwischen oft angewandtes Verfahren in der Medizin, sinnvoll.

? Computertomographie des Schädels

Der das Gleichgewichtsorgan umgebende Knochen wird durch die Computertomographie dargestellt. Dieses Verfahren wird vor allem dann angewandt, wenn Verdacht auf eine Perilymphfistel besteht.

? Ultraschalluntersuchung der Arterien

Liegt ein Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Gehirns bzw. auf eine Verengung von Arterien im Hirn vor, kann eine Ultraschalluntersuchung der Arterien durchgeführt werden. Nur in etwa 10 % der von Schwindel betroffenen Personen ist dies der Fall.

? EEG

Mithilfe der Elektroenzephalographie wird die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet – hierbei wird weniger die Struktur des Gehirngewebes als dessen Funktion in Augenschein genommen. Steht der Verdacht im Raum, dass epileptische Anfälle der Grund von Schwindel sind, dient für die Neurologie bzw. den behandelnden Arzt ein EEG als Nachweis – allerdings braucht es für diese Diagnosestellung mittels EEG einen Spezialisten.

 

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